Eine selbstständige Frau informiert sich am Laptop über Baufinanzierung.

Baufinanzierung für Selbstständige

Selbstständig und auf dem Weg zur eigenen Immobilie? Wir zeigen Ihnen, welche Unterlagen wichtig sind, wie Darlehensgeber prüfen und welche Finanzierung zu Ihrer Situation passt.

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Finanztip-Siegel mit der Auszeichnung „Empfehlung Baufinanzierung“, gültig von 3/2025 bis 31.12.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbstständige müssen bei einer Baufinanzierung meist mehr Unterlagen einreichen als Angestellte. Dazu zählen zum Beispiel Steuerbescheide, EÜR/Bilanz sowie eine aktuelle BWA.
  • Darlehensgeber können einen Zinsaufschlag berechnen, wenn das Einkommen schwankt oder schwer einzuschätzen ist.
  • Mindestens 15 bis 20 % Eigenkapital verbessern die Ausgangslage – mehr wirkt sich zusätzlich positiv aus.
  • KfW-Förderprogramme stehen auch Selbstständigen offen, wenn die Programmbedingungen erfüllt sind.
  • Zusätzliche Sicherheiten und ein zweiter Darlehensnehmer mit regelmäßigem Einkommen können die Ausgangslage weiter verbessern.

Was Selbstständige von Angestellten unterscheidet

Selbstständige müssen bei der Baufinanzierung meist mehr Unterlagen einreichen als Angestellte. Unsere Expertinnen und Experten zeigen Ihnen, worauf Darlehensgeber achten – und wie Sie Ihre Chancen verbessern.

Rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland sind selbstständig tätig. Für sie ist der Weg zur Baufinanzierung oft anspruchsvoller als für Angestellte – möglich ist er trotzdem.


Selbstständige

Angestellte

Einkommensnachweis

Steuerbescheide, EÜR oder Bilanz, aktuelle BWA – meist zwei bis drei Jahre

Letzte drei Gehaltsabrechnungen

Prüfungsaufwand

Höher, weil Darlehensgeber Einkommen und Unterlagen genauer prüfen

Meist geringer

Zinssatz

Risikoaufschlag möglich – abhängig von Bonität, Eigenkapital und Darlehensgeber

Abhängig von Bonität, Eigenkapital, Darlehenssumme und Zinsbindung

Eigenkapital

15 % bis 20 % als Orientierung; je nach Einzelfall kann mehr sinnvoll sein

Meist flexibler, aber abhängig vom Vorhaben

Mitantragstellende Person

Sinnvoll, wenn die zweite Person ein regelmäßiges Einkommen hat

Je nach Einkommen und Darlehenshöhe

Darlehensgeber prüfen bei Selbstständigen vor allem, wie lange die Selbstständigkeit besteht und wie stabil das Einkommen ist. Häufig ist es hilfreich, wenn Sie seit mindestens drei Jahren selbstständig sind. Denn dann lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung besser einschätzen.

Auch das Einkommen wird genauer geprüft. Da es bei Selbstständigen stärker schwanken kann, betrachten Darlehensgeber meist die letzten zwei bis drei Jahre. Aus diesen Werten bilden sie einen Durchschnitt. Je nach Darlehensgeber und Einkommenssituation kann zusätzlich ein Sicherheitsabschlag berücksichtigt werden.

Baufinanzierung für Selbstständige einfach erklärt

Welche Unterlagen Banken sehen wollen, warum kontinuierliche Einnahmen so wichtig sind und wie Eigenkapital Ihre Chancen verbessern kann – das Video fasst die wichtigsten Punkte kompakt zusammen.

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Gut vorbereitet in die Finanzierung

Wer selbstständig ist, kann die Prüfung der Baufinanzierung gut vorbereiten. Wichtig sind nachvollziehbare Einkünfte, vollständige Unterlagen und ein Finanzierungsrahmen, der zur persönlichen Situation passt.

Je klarer Ihre wirtschaftliche Lage dokumentiert ist, desto besser lässt sich prüfen, welche Darlehensgeber für Ihr Vorhaben infrage kommen. Unsere Expertinnen und Experten begleiten Sie dabei Schritt für Schritt.

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Freiberuflich oder gewerblich tätig: Was macht den Unterschied?

Darlehensgeber bewerten nicht jede selbstständige Tätigkeit gleich. Entscheidend sind vor allem stabile Einnahmen, nachvollziehbare Unterlagen, ausreichend Eigenkapital und die Entwicklung der letzten Jahre.

Ein Mann im Anzug schaut aus dem Fenster. In der Hand hält er ein Tablet.
  • Freie Berufe haben oft eine gute Ausgangslage. Das gilt zum Beispiel für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Architektinnen und Architekten sowie Steuerberaterinnen und Steuerberater. Viele dieser Tätigkeiten sind etabliert, gut dokumentierbar und mit planbaren Einnahmen verbunden.
  • Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer mit Firmenanteilen werden unterschiedlich eingestuft. Ab 25 % Anteil bewerten die meisten Darlehensgeber sie wie Selbstständige – unabhängig vom bestehenden Geschäftsführervertrag.
  • Bei IT-Selbstständigen, Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberatern oder Coaches kommt es stärker auf den Einzelfall an. Wichtig ist, dass die Auftragslage über mehrere Jahre stabil war und sich das Einkommen gut belegen lässt.
  • Gewerbetreibende werden häufig genauer geprüft. Das betrifft zum Beispiel Händlerinnen und Händler oder selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker. Je stärker eine Branche von Konjunktur, Saison oder einzelnen Auftraggebern abhängt, desto wichtiger werden Eigenkapital, Sicherheiten und vollständige Unterlagen.
  • Existenzgründerinnen und Existenzgründer haben meist die schwierigste Ausgangslage. Wer erst kurz selbstständig ist, kann oft noch keine ausreichende Einkommenshistorie vorlegen. Eine Finanzierung kann trotzdem möglich sein – zum Beispiel mit mehr Eigenkapital, zusätzlichen Sicherheiten oder einer zweiten Darlehensnehmerin beziehungsweise einem zweiten Darlehensnehmer mit regelmäßigem Einkommen.

Ein verwandter Fall: Wenn Sie sich während einer laufenden Baufinanzierung selbstständig machen, sollten Sie Ihre neue Einkommenssituation gut dokumentieren. Spätestens bei einer Anschlussfinanzierung prüfen Darlehensgeber Ihre wirtschaftliche Lage erneut.

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Welche Voraussetzungen zählen

Diese Punkte können Ihre Ausgangslage bei Darlehensgebern verbessern:

  • Gute SCHUFA-Auskunft – negative Einträge können die Finanzierung deutlich erschweren
  • Ausreichendes, nachweisbares und beständiges Einkommen
  • Selbstständigkeit besteht idealerweise seit mindestens drei Jahren
  • Ausreichend Eigenkapital, mindestens für die Kaufnebenkosten
  • Vollständige Unterlagen – Steuerbescheide, EÜR oder Bilanz, aktuelle BWA
  • Zusätzliche Sicherheiten
  • Gute Lage und Zustand der Immobilie

Wichtig ist vor allem, dass nach allen laufenden Kosten genug Einkommen übrig bleibt, um die Monatsrate dauerhaft zu tragen.

Gut zu wissen: SCHUFA-Auskunft prüfen

Vor der Finanzierung lohnt es sich, die eigenen SCHUFA-Daten zu prüfen. Nutzen Sie Ihr Recht auf eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO, um zu sehen, welche Daten gespeichert sind. Falls Angaben nicht stimmen, können Sie diese korrigieren lassen.

Eigenkapital: Warum es für Selbstständige besonders wichtig ist

Ohne Eigenkapital zur Baufinanzierung?

Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist möglich, aber meist teurer und anspruchsvoller. Für Selbstständige gilt das besonders, weil Darlehensgeber Einkommen und Bonität genauer prüfen.

Eigenkapital verbessert die Ausgangslage: Es reduziert die benötigte Darlehenssumme, kann die Chancen auf eine Zusage erhöhen und wirkt sich häufig positiv auf die Konditionen aus. Die Kaufnebenkosten sollten Sie möglichst aus eigenen Mitteln zahlen.

Viele Darlehensgeber bewerten mindestens 15 bis 20 % Eigenkapital bezogen auf den Kaufpreis positiv. Bei Selbstständigen kann ein höherer Anteil die Konditionen zusätzlich verbessern.

Zum Eigenkapital zählen zum Beispiel Kontoguthaben, Wertpapiere, Bausparguthaben, Lebensversicherungen oder bereits vorhandene Immobilien. Bei Neubauten können auch Eigenleistungen eine Rolle spielen.

Zusätzliche Sicherheiten

Wenn das Einkommen schwankt oder das Eigenkapital knapp ist, können zusätzliche Sicherheiten helfen. Dazu zählen zum Beispiel verpfändete Wertpapiere, abgetretene Lebensversicherungen oder weitere Immobilienwerte. Ob und wie Darlehensgeber solche Sicherheiten anrechnen, hängt vom Einzelfall ab.

Welche Bank finanziert Selbstständige?

Nicht alle Darlehensgeber bewerten Selbstständige gleich. Manche arbeiten stärker mit standardisierten Kriterien. Andere können schwankende Einkommen oder umfangreichere Unterlagen individueller einordnen. Deshalb lohnt sich gerade bei Selbstständigen ein breiter Vergleich.

  • Sparkassen und Genossenschaftsbanken kennen ihren regionalen Markt oft gut. Das kann hilfreich sein, wenn Zahlen erklärungsbedürftig sind oder die Immobilie vor Ort gut eingeschätzt werden kann. Zu beachten ist: Manche Institute finanzieren nur regional, und die Konditionen können sich deutlich unterscheiden.
  • Überregionale Darlehensgeber und Direktbanken arbeiten häufig mit klaren Vorgaben. Für Selbstständige kann es daher anspruchsvoller sein, alle Anforderungen zu erfüllen. Wer stabile Einkünfte, ausreichend Eigenkapital und vollständige Unterlagen vorweisen kann, hat hier bessere Chancen.
  • Auch Versicherungen können als Darlehensgeber infrage kommen. Das gilt vor allem, wenn die Finanzierung gut planbar ist, ausreichend Eigenkapital vorhanden ist und eine längere Zinsbindung gewünscht wird. Bei knappem Eigenkapital oder erklärungsbedürftigen Einkünften können die Anforderungen jedoch höher sein.

Gerade bei Selbstständigen unterscheiden sich die Kriterien deutlich. Wir vergleichen für Sie, welche Darlehensgeber zu Ihrer Situation passen – und welche Finanzierung realistisch ist.

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Unsere Beraterinnen und Berater kennen die aktuellen Konditionen von über 500 Banken und finden gemeinsam mit Ihnen eine Finanzierung, die zu Ihrer Selbstständigkeit passt.

Wie viel Kredit möglich ist

Welche Darlehenssumme möglich ist, hängt vor allem davon ab, welche Monatsrate dauerhaft zu Ihrem Einkommen passt. Bei Selbstständigen prüfen Darlehensgeber das Einkommen meist vorsichtiger als bei Angestellten.

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Dafür betrachten sie in der Regel die letzten zwei bis drei Jahre. Aus diesen Werten wird ein Durchschnitt gebildet. Darlehensgeber ziehen davon meist 20 bis 25 % als Sicherheitsabschlag ab. Der verbleibende Betrag gilt als anrechenbares Einkommen.

Eine grobe Orientierung:

  1. Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen
  2. Möglichen Sicherheitsabschlag berücksichtigen
  3. Tragbare Monatsrate ermitteln
  4. Zusammen mit Zins und Tilgung die mögliche Darlehenssumme ableiten

Beispielrechnung Baufinanzierung Selbstständige

Beträgt der Durchschnittsgewinn der letzten drei Jahre 80.000 Euro jährlich und wird ein Sicherheitsabschlag von 25 Prozent angesetzt, rechnen viele Darlehensgeber mit rund 60.000 Euro anrechenbarem Einkommen. Abhängig von Fixkosten und Zinsniveau kann das einer tragbaren Monatsrate von etwa 1.500 bis 1.800 Euro entsprechen.

Dies ist eine Überschlagsrechnung. Wie hoch Ihre Monatsrate ausfällt, hängt von Ihrem Einkommen und Eigenkapital ab.

Was bedeutet das für den Zinssatz?

Ein Risikoaufschlag ist möglich, aber nicht in jedem Fall gesetzt. Entscheidend sind Eigenkapital, Bonität, Einkommensstabilität, Sicherheiten, Sollzinsbindung und der jeweilige Darlehensgeber. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen und je stabiler Ihr Einkommen, desto geringer fällt ein möglicher Aufschlag aus.

Vergleichen Sie mehrere Darlehensgeber – bei Selbstständigen unterscheiden sich Annahmekriterien und Konditionen spürbar. Auch ING und Deutsche Bank finanzieren Selbstständige unter bestimmten Voraussetzungen; ob und zu welchen Konditionen, hängt vom Einzelfall ab.

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Welche Unterlagen werden verlangt

Das Bild zeigt eine Frau, die in einem hellen, modernen Raum sitzt, die Beine überkreuzt hat und einen Laptop auf dem Tisch vor sich stehen hat. Im Hintergrund steht eine Topfpflanze auf einem weißen Schrank, zusammen mit einigen Büchern.

Darlehensgeber benötigen bei Selbstständigen häufig mehr Unterlagen als bei Angestellten. Welche Nachweise konkret erforderlich sind, hängt von Ihrer Tätigkeit, der Rechtsform, dem Finanzierungsvorhaben und dem jeweiligen Darlehensgeber ab.

Checkliste - häufig angefragte Unterlagen:

  • Jahresabschlüsse oder Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) für die letzten zwei bis drei Jahre
  • aktuelle BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung)
  • Einkommensteuerbescheide der letzten zwei bis drei Jahre
  • Nachweise zu Eigenkapital und Vermögen, zum Beispiel Kontoauszüge, Wertpapierdepots oder Lebensversicherungen
  • Nachweis zur privaten Krankenversicherung, sofern Sie privat versichert sind
  • SCHUFA-Abfrage, die nach Ihrer Einwilligung angestoßen wird
  • Grundbuchauszug, den Interhyp mit vorheriger schriftlicher Vollmacht der Eigentümerin oder des Eigentümers abrufen kann

Anhand dieser Unterlagen prüft der jeweilige Darlehensgeber, ob die gewünschte Monatsrate dauerhaft tragbar ist. Wenn Ihre Dokumente vollständig vorliegen, lassen sich Rückfragen reduzieren und die Prüfung kann schneller starten.

Manche Darlehensgeber fordern zusätzlich Unterlagen an, die Ihre Steuerberaterin oder Ihr Steuerberater erstellt. Informieren Sie sie oder ihn am besten frühzeitig, damit es später nicht zu Verzögerungen kommt.

Wir klären gerne mit Ihnen, welche Unterlagen Sie wirklich brauchen – und finden gemeinsam mit Ihnen die passende Finanzierung.

Welche Darlehensarten kommen infrage

Selbstständige können dieselben Darlehensarten wie Angestellte für eine Immobilienfinanzierung nutzen. Ob ein Darlehensgeber zusagt, hängt vom Einzelfall ab.

Tipp zum Annuitätendarlehen

Achten Sie auf Sondertilgungsrechte und die Möglichkeit eines Tilgungssatzwechsels. So bleiben Sie auch bei schwankendem Einkommen flexibel.

  • Annuitätendarlehen – gleichbleibende Monatsrate, lange Zinsbindung möglich
  • Endfälliges Darlehen – nur Zinsen während der Laufzeit, Tilgung am Ende
  • Bauspardarlehen – setzt einen zuteilungsreifen Bausparvertrag voraus; für alle Bausparer gelten dieselben Konditionen unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis
  • KfW-Darlehen – Förderkredit, wenn die Programmbedingungen erfüllt sind; Selbstständige erhalten die gleichen Konditionen wie Angestellte

12 Tipps: So verbessern Sie Ihre Chancen

Gut vorbereitet zu besseren Konditionen. Diese Tipps helfen Ihnen, Ihre Ausgangslage zu stärken und Darlehensgebern die Prüfung zu erleichtern:


Eigenkapital einbringen

Bringen Sie mindestens 15 bis 20 % des Kaufpreises ein – mehr senkt Zinsen und erleichtert die Zusage.

Anbieter vergleichen

Vergleichen Sie mehrere Darlehensgeber. Gerade bei Selbstständigen unterscheiden sich Kriterien und Konditionen deutlich.

SCHUFA prüfen

Prüfen Sie Ihre SCHUFA-Datenkopie vor dem Antrag. Klären Sie fehlerhafte Einträge frühzeitig.

Bausparvertrag einbinden

Prüfen Sie, ob Sie einen bestehenden Bausparvertrag einbinden können – je nach Tarif, Zuteilung und Finanzierung.

Sicherheiten einbringen

Bringen Sie zusätzliche Sicherheiten ein, zum Beispiel Guthaben, Wertpapiere, Lebensversicherungen oder Bürgschaften.

Zinsbindung klug wählen

Vergleichen Sie verschiedene Zinsbindungen. Achten Sie dabei auf Rate, Restschuld, Einkommensentwicklung und Sicherheitsbedarf.

Haushaltsrechnung machen

Stellen Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüber. So sehen Sie, welche Monatsrate dauerhaft zu Ihnen passt.

Tilgung flexibel planen

Prüfen Sie mindestens zwei Prozent anfängliche Tilgung, Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel.

Geschäftsjahre nachweisen

Weisen Sie zwei bis drei nachvollziehbare Geschäftsjahre mit stabilen Zahlen nach. Das verbessert Ihre Chancen.

Zweiter Darlehensnehmer

Finanzieren Sie zusammen mit einer zweiten Person mit regelmäßigem Einkommen. Das kann die Gesamtbonität stärken.

Steuerberatung einbeziehen

Klären Sie frühzeitig, ob Darlehensgeber bestätigte Unterlagen verlangen. So vermeiden Sie Verzögerungen kurz vor der Zusage.

Einkünfte absichern

Prüfen Sie Ihre Absicherung bei Krankheit oder Auftragsausfall – passend zu Ihrer persönlichen Situation.

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Häufige Fragen

Welche Darlehensgeber finanzieren Selbstständige?

Nicht alle Darlehensgeber bewerten Selbstständige gleich. Manche schließen einzelne Branchen aus oder konzentrieren sich auf Angestellte. Andere ordnen schwankende Einkommen kritisch ein. Deshalb lohnt sich gerade bei Selbstständigen ein breiter Vergleich. Unsere Beraterinnen und Berater vergleichen für Sie die Angebote von mehr als 500 Darlehensgebern.

Welche Voraussetzungen muss ich als Selbstständige oder Selbstständiger erfüllen?

Wichtig sind eine positive SCHUFA-Auskunft, nachweisbares Einkommen, ausreichend Eigenkapital und vollständige Unterlagen. Darlehensgeber erwarten meist mindestens drei Jahre Selbstständigkeit. Kürzere Zeiträume sind möglich, verringern aber die Erfolgschancen. Unsere Expertinnen und Experten prüfen Ihre individuelle Situation und zeigen realistische Wege auf.

Welche Unterlagen brauche ich als Selbstständige oder Selbstständiger?

Häufig angefragt werden Einkommensteuerbescheide, Jahresabschlüsse oder Einnahmenüberschussrechnungen der letzten zwei bis drei Jahre und eine aktuelle BWA. Ergänzend verlangen Darlehensgeber meist Nachweise zu Eigenkapital und Vermögen, etwa Kontoauszüge oder Wertpapierdepots. Sind Sie privat versichert, kommt ein Nachweis zur Krankenversicherung hinzu. Manche Darlehensgeber fordern zusätzliche Unterlagen an, die Ihre Steuerberaterin oder Ihr Steuerberater erstellen kann.

Macht es einen Unterschied, ob ich freiberuflich oder gewerblich tätig bin?

Ja, die Art der Selbstständigkeit spielt eine Rolle. Darlehensgeber prüfen vor allem, wie stabil und nachvollziehbar das Einkommen ist. Freie Berufe wie Ärztinnen und Ärzte, Architektinnen und Architekten oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte haben häufig eine bessere Ausgangslage. Bei Gewerbetreibenden zählen vor allem Branche, Geschäftsentwicklung und Eigenkapital. Pauschal lässt sich das nicht bewerten. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen Ihre individuelle Situation richtig ein.

Kann ich trotz schwankendem Einkommen eine lange Zinsbindung wählen?

Ja, mit Zustimmung des Darlehensgebers ist eine lange Zinsbindung möglich. Sie schafft Planungssicherheit, weil die Rate über einen längeren Zeitraum kalkulierbar bleibt. Ob sie zu Ihnen passt, hängt von Einkommen und Sicherheitsbedürfnis ab. Sondertilgungen oder ein Tilgungssatzwechsel schaffen zusätzlichen Spielraum.

Ich möchte mich selbstständig machen – was bedeutet das für meine Baufinanzierung?

Wenn Sie eine Selbstständigkeit planen, prüfen Sie die Finanzierung frühzeitig. Darlehensgeber bewerten Einkommen, Beschäftigungsstatus und Unterlagen zum Zeitpunkt der Kreditprüfung. Mehr Eigenkapital, zusätzliche Sicherheiten oder ein zweiter Darlehensnehmer verbessern in dieser Phase Ihre Chancen. Machen Sie sich während einer laufenden Baufinanzierung selbstständig, dokumentieren Sie Ihre neue Einkommenssituation gut. Spätestens bei einer Anschlussfinanzierung prüfen Darlehensgeber Ihre wirtschaftliche Lage erneut.

Was bedeutet Selbstbehalt bei der Baufinanzierung?

Mit „Selbstbehalt" ist bei der Baufinanzierung meist das Eigenkapital gemeint – der Betrag, den Sie selbst einbringen. Manchmal bezeichnet der Begriff auch den Teil des Kaufpreises, der nicht über ein Darlehen finanziert wird. Der Begriff selbst ist nicht gebräuchlich. Taucht er in einem konkreten Vertrag auf, klären Sie ihn direkt mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater.

Ihre Frage war nicht dabei? Auf unserer Hilfeseite finden Sie weitere Antworten – oder schreiben Sie uns direkt über unser Kontaktformular.

Welche Finanzierung passt zu Ihrer Selbstständigkeit?

Wir vergleichen die Konditionen von mehr als 500 Darlehensgebern und finden gemeinsam mit Ihnen die Finanzierungslösung, die zu Ihrer Selbstständigkeit passt.