Nachhaltiges Bauen mit dem Naturprodukt Holz

Porträtfoto von Helen Linder, Finanzierungsberaterin bei Interhypvon Helen Linder, Teamleiterin Finanzierungsberatung

Mit steigendem Bewusstsein für Umwelt- und Klimathemen hat Holz als Baustoff in den vergangenen Jahren verstärkt Aufmerksamkeit erhalten. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und speichert Kohlenstoff langfristig.¹ Zudem bieten Häuser aus Holz optimalen Wohnkomfort und ein angenehmes Raumklima. Sie möchten ein Haus bauen und ziehen einen Bau mit Holz in Erwägung? Hier finden Sie viele wichtige Informationen dazu.


Das macht das Bauen mit Holz so nachhaltig

Auf dem Bild ist gestapeltes Kantholz in der Queransicht abgebildet.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung nehmen Wälder während des Wachstums CO₂ auf und speichern Kohlenstoff, der auch in Holzprodukten gebunden bleibt. Je nach Anwendungsfall kann der Einsatz von Holz im Bauwesen zur Ressourcenschonung und zu Klimaschutzzielen beitragen. Zudem ermöglicht die Holzbauweise häufig einen hohen Vorfertigungsgrad.²

Vorteile

Neben der Nachhaltigkeit bietet Holz eine Reihe weiterer Vorteile:

  • Holz verfügt über wärmedämmende Eigenschaften, kann zur Energieeffizienz eines Gebäudes beitragen und kann Kosten senken.
  • Die Struktur von Holz ermöglicht den Bau von ebenso leichten wie starken Strukturen, was die Flexibilität beim Entwerfen und Abändern von Bauten erhöht.
  • Holz besitzt eine natürliche, ästhetische Anziehungskraft und schafft eine warme, einladende Atmosphäre. Es hat positive Auswirkungen auf das physische und emotionale Wohlbefinden von Menschen und fördert ein gesundes Raumklima.
  • Zudem ist Holz in vielfältigen Qualitäten und Formen erhältlich und damit für nahezu alle architektonischen und gestalterischen Anforderungen geeignet.

Nachteile

Ein Nachteil des Baustoffs Holz ist, dass dieser anfälliger ist für Feuchtigkeit, Schädlinge und Feuer. Durch eine sorgfältige Holzauswahl und entsprechende Behandlung wird zuverlässig und langfristig ein adäquater Schutz gewährleistet.
Im Vergleich zum Bau mit konventionellen Baustoffen können die Kosten für einen Holzbau etwas höher liegen. Dies liegt am schwankenden Marktpreis für Holz, der gerade in den letzten Jahren zum Teil sehr hoch lag.

Antworten auf Ihre Fragen

Warum ist Bauen mit Holz nachhaltig?

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der im Bauwesen häufig eingesetzt wird. Je nach Herkunft, Verarbeitung, Transport und Nutzung können sich die Umweltwirkungen von Holz als Baustoff unterscheiden. In Lebenszyklusbetrachtungen kann Holz unter bestimmten Voraussetzungen zu unterschiedlichen Ergebnissen hinsichtlich der Umweltwirkungen eines Gebäudes beitragen.

Welche Gründe sprechen für das Bauen mit Holz?

  • Umweltfreundlichkeit: Holz ist ein wichtiger Speicher für CO2 und vorallem ein erneuerbarer Rohstoff.³
  • Wirtschaftlichkeit: Holz ist je nach aktuellem Marktpreis zum Teil günstiger als andere Baumaterialien. Durch die schnelle Bauzeit können zudem Kosten gespart werden.
  • Ästhetik und Wohlbefinden: Holz begeistert mit seiner natürlichen Schönheit und hat einen positiven Einfluss auf das Raumklima.

Woher kommt das Holz, mit dem gebaut wird?

Das Foto zeigt zwei Stapel Holz. Das Holz wurde in Scheite gespalten und aufeinander gestapelt. Es wird vermutlich als Brennholz verwendet.

Holzarten wie Kiefer, Fichte, Tanne oder Douglasie kommen in Mitteleuropa häufig vor und können – abhängig von Herkunft und Lieferkette – über kurze Transportwege zum Bauort gelangen. Zudem wachsen sie vergleichsweise schnell nach. Tropenholz hat längere Transportwege, kann aber ebenfalls aus zertifizierten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

Was bedeutet die Bezeichnung „nachhaltiges Holz“?

Nachhaltiges Holz stammt in der Regel aus Wäldern, die nach den Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaftet werden. Hierunter fallen Aspekte wie der Verzicht auf Pestizide, die Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität, die Wahrung sozialer Interessen der Arbeitnehmenden und der Gemeinschaft sowie die Gewährleistung einer langfristigen Verfügbarkeit von Forstprodukten. Achten Sie beim Bezug von nachhaltigem Holz auf Zertifikate wie FSC (Forest Stewardship Council) oder PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification).

Schon gewusst?

Das Bauen mit Holz trägt aus mehreren Gründen zum Klimaschutz bei:

CO₂-Speicherung: Während ihres Wachstums nehmen Bäume Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Ein Teil des gebundenen Kohlenstoffs bleibt auch nach der Verarbeitung zu Holz im Material gespeichert.⁴

Nachhaltige Ressource: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Je nach Herkunft kann Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Dort werden neue Bäume gepflanzt oder Bestände verjüngt, sodass Holz langfristig als Rohstoff zur Verfügung steht.⁵

Geringer Energieaufwand: Die Herstellung von Baumaterialien wie Stahl und Beton ist sehr energieintensiv und verursacht hohe CO₂-Emissionen. Im Vergleich dazu benötigt die Produktion von Holz deutlich weniger Energie und emittiert weniger Kohlendioxid.⁶

Thermische Eigenschaften: Holz verfügt über gute wärmedämmende Eigenschaften und kann zu einer energieeffizienten Gebäudehülle beitragen.⁷

Recycling und Wiederverwertung: Holz kann nach der Nutzungsphase – abhängig von seiner Beschaffenheit – stofflich recycelt und anschließend energetisch verwertet werden. Das Umweltbundesamt verweist auf die Möglichkeit einer mehrstufigen Kaskadennutzung mit mehreren Nutzungsphasen.⁸

Mit Holz bauen und zukunftsfähig wohnen

Wald und Holznutzung können zum Klimaschutz beitragen. Bäume binden Kohlendioxid, und Holz kann in bestimmten Anwendungen mineralische oder fossile Rohstoffe ersetzen.⁹ Die Bauweise bietet eine Fülle von Vorteilen – nicht nur in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sondern auch was Bauzeit, Wohnkomfort und langfristig niedrige Energiekosten angeht. Für eine nachhaltige Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, umweltfreundliche und erneuerbare Ressourcen zu nutzen. Daher wird das Bauen mit Holz weiter an Bedeutung gewinnen. Mit einer Entscheidung für ein Holzhaus machen Sie schon heute einen Schritt in Richtung nachhaltige Zukunftsgestaltung.

Sie möchten ein Holzhaus bauen?

Oder denken Sie darüber nach, Ihre Bestandsimmobilie durch einen Holzbau zukunftsfähig umzubauen? Unsere Interhyp Finanzierungsberaterinnen und Finanzierungsberater freuen sich darauf, Sie zu beraten, wie Sie Ihre geplanten Maßnahmen optimal finanzieren und welche Fördermittel Ihre Investition noch günstiger machen.

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Verwendete Quellen

  1. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Nachwachsender Rohstoff Holz(öffnet in neuem Fenster)

  2. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Nachwachsender Rohstoff Holz(öffnet in neuem Fenster)

  3. Umweltbundesamt: UBA-CO₂-Rechner: Neue Berechnungsgrundlage bei Holzenergie(öffnet in neuem Fenster)

  4. Umweltbundesamt: UBA-CO₂-Rechner: Neue Berechnungsgrundlage bei Holzenergie(öffnet in neuem Fenster)

  5. Umweltbundesamt: UBA-CO₂-Rechner: Neue Berechnungsgrundlage bei Holzenergie(öffnet in neuem Fenster)

  6. Gebäudeforum: Holz(öffnet in neuem Fenster)

  7. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP: Bauphysikalische und ökologische Potenziale von Gebäuden in Holzbauweise, S. 10 (PDF)(öffnet in neuem Fenster)

  8. Umweltbundesamt: Altholz(öffnet in neuem Fenster)

  9. Umweltbundesamt: Potenziale von Bauen mit Holz, S. 5 (PDF)(öffnet in neuem Fenster)